Das war der Treff.Heimat 2024

TREFF.HEIMAT

  • für ehemalige Südtiroler im Ausland, die wieder nach Südtirol gezogen sind
  • Südtiroler die zwischen der alten und neuen Heimat pendeln
  • Südtiroler in der Welt / Südtiroler Heimatferne, die sich zeitweilig (auch aus Urlaubsgründen) in Südtirol aufhalten

Das erwartet Sie …

  • Themenveranstaltungen, Ausflüge, Besichtigungen
  • Information und Rat zur Rücksiedlung
  • Erfahrungsaustausch

Wir freuen uns auf Sie!

Information und Auskünfte:
Südtiroler in der Welt – Arbeitsstelle für Heimatferne
Pfarrplatz 31, 39100 Bozen
Tel. +39 0471 309176
Email: info@suedtirolerinderwelt.org

Für das vollständige Programm

Berichte der Veranstaltungen:

Im Januar haben wir die Druckerei Lanarepro, die seit vielen Jahren unsere Zeitschrift Heimat und Welt druckt, besucht.

Dem freundlichen Empfang unserer großen Gruppe (24 Teilnehmer) folgte eine kurze Einführung in die Entstehungsgeschichte der Firma.

1980 als reines Repro Unternehmen (Vorbereitungsarbeiten für den Druck) gegründet.

1992 Erweiterung des Unternehmens in einem neuen Gebäude mit fachlicher Erweiterung und Spezialisierung.

2018 letzte große Neuerungen und Spezialisierung.

Lanarepro ist ein reines Familienunternehmen mit 30 Mitarbeitern, die mit jahrelanger Erfahrung den täglichen Arbeitsanfall im Betrieb verantwortungsvoll abhandeln und gerne auch Lehrlinge mit ihrer Fachkompetenz anlernen.

Heute ist Lanarepro eine Fullservice Druckerei und ein Garant für erstklassige Druckprodukte jeglicher Art.

Werbeagenturen, Handwerker, Tourismus, Gastronomie…und wir, „Südtiroler in der Welt“, zählen zu den zufriedenen Kunden der Firma Lanarepro, die mit wenigen Worten beschrieben werden kann.

Kreativ – innovativ – integer – verantwortungsvoll.

Treff.Heimat im Februar: Vortrag von Prof. Dr. Willeit zum Thema Schlaganfall- neue Akut Behandlungen. 

Treffpunkt.Heimat am 11. April 2024

Dieses Mal waren wir nach Algund eingeladen, zuerst auf e guts Kaffee’le in der Konditorei Steinach,

wo prompt 21 Personen eintrafen und auf der Sonnenterrrasse alsbald ein munterer Austausch im Gange war.

Von dort aus spazierte man gemeinsam zur Algunder Sennerei, deren Milch seit über 100 Jahren aus garantiert natuerlicher Herkunft von umliegenden und certifizierten Bauernhöfen und Biobetrieben kommt und dann zu einer Vielzahl von Qualitäts-Produkten unter streng- hygienischen Bedingungen verarbeitet wird. Da Besucher wegen dieser Vorgaben die Sennerei selbst nicht besichtigen können, durften die Teilnehmer jedoch in einer kleinen Almhütte unter fachgerechter Anleitung mit frischer Milch und Lab selbst „KAS“ herstellen, bzw. selbst den Senner spielen, was absolut positiv zur Gruppendynamik beitrug. Nebenbei wurden wir durch Filmbeiträge über die Qualität der Kuh-, Goas- und Schafsmilch bzw. den vielfältigen Produkten daraus, informiert. Nach gelungener „eigener Frischkäse-Produktion“ durften wir unseren KAS einpacken um ihn mit heim- zunehmen: Als Tupfele auf dem i gabs vorher für jeden noch eine Prise bunter Salz- u. Blütenmischung, so dass alle TN glücklich und bereichert den Heimweg antraten, stop! Nein vorher kehrten wir natürlich noch in den netten Sennerei-Laden ein! Den Initatoren der Arbeitsstelle, allen Voraus Luise Pörnbacher gilt unser DANK für diesen heiteren und gelungenen Nachmittag !!!

12. April 2024

maria aloisia spitaler

 

Zeitgleich mit Treff Heimat im Mai endete die Schlechtwetter-Periode hierzulande und bei strahlenden Sonnenschein konnte sich unsere Gruppe auf den Weg zum Ritten machen.

Mit der Rittner Seilbahn ging es nach Oberbozen, wo wir im Café „Tutti Patschenggele“, geführt von der Oberboznerin Bettina Holzner und dem gebürtigen Österreicher Markus Gimbel. Auf Gimbel ist auch der ungewöhnliche Name des Ladens zurückzuführen: „Tutti Patschenggele“ sei seine Antwort auf alle italienischen Fragen gewesen, als er noch nicht italienisch sprechen konnte – ob Come stai?, Cosa fai? oder Parli l’italiano? – und gemeint habe er damit immer dasselbe: Alles ist gut, wird schon.

Und so war es auch! Nach einem Imbiss und gemütlichen Beisammensein ging es mit der Rittner Bahn weiter nach Wolfsgruben zum Imkereimuseum Plattner Hof.

Nach der Begrüßung durch den Juniorchef Marc Gramm konnten wir auf dem zugehörigen Naturlehrpfad die Welt aus der Sicht der Biene erleben, um im Anschluss alles über Bienen und die Honiggewinnung durch Marc Gramm zu erfahren.

Der Plattner Hof ist mit seinen 600 Jahren einer der ältesten Bauernhöfe am Ritten und ein spannendes Museum über das Leben der Bauern in vergangenen Zeiten. Die Familie Gramm hat den Hof im Jahr 1987 erworben und nach der Renovierung 1991 in ein Museum verwandelt, wobei die meisten Räume des Hofes in der ursprünglichen Form besichtigt werden können.

Im zugehörigen Ladenteil konnten wir die verschiedenen Honigsorten sowohl auf Geschmack, als auch auf Qualität testen und unseren Tag, der ganz dem Königreich der Bienen gewidmet war, mit einem Honiglikör abschließen.

TREFF.Heimat : Die Kraft der Kräuter, Fahrt ins Villnöß am 03. Juni 2024
Um altes wie auch neues Wissen beim Thema Wild- Würz- und Heilkräuter, ihrer Be-stimmung, Verwendung zur Optimierung unserer Speisen, zur Stärkung unserer Gesund-heit, bis hin zur Konservierung: darum gings im Monat Juni. 21 Teilnehmer machten sich via Bus- und Bahn auf den Weg nach St. Peter im Villnöß, zur Kräuterpädagogin Carmen Obexer. Die heimischem Kräuter und gängigen Heil-kräuter wie Pfefferminz, Salbei, Melisse, Lavendel, Brennnessel und Kamille, Weißdorn,
auch die Mariendistel, Ringelblume, etc. pp. sind uns ja durchaus vertraut. Meist weiss man auch, dass viele Kräuter „Lichtkeimer“ sind, also bei der Aussaat nicht mit Erde bedeckt werden, im Gegensatz zu den Bohnen, die ja bekanntlich „gelegt werden“. Dass die Rose, die Königin der Blumen, die in dem schön angelegten Hanggarten im Villnöß thront, auch eine Heilpflanze ist, besonders wegen ihrer anti-oxydanten Wirkungsweise geschätzt, ist weniger bekannt, auch die Blütenblätter der nicht-duftenden Rosen werden verwendet und zu Cremes, Tinkturen, Liköre etc. verarbeitet. Die herrlich-blauen Kornblumen finden neben Ringelblumen u. Veilchen vor allem in der Blütenküche Verwendung. Gerade jetzt aber, in dem niederschlagsreichen Frühling, spielt erst die Schädlingsbekämpfung eine Rolle: Schneckenplage und Ungeziefer sorgen für Verdruss! Hier kommt z.B. die Duftpelargonie ins Spiel, zu den Storchenschnabelgewächsen gehörend, sie bietet einerseits den Bienen Nahrung, andererseits hält sie die Stechmücken fern. Die Kräuterpädagogin erwähnt hierbei auf das „NEEMÖl“, das repellent sei, also bereits vorbeugend gegen Schädlings-Befall wirke. Dass die Malve auch als Färberkraut dient und ihre Früchte, die „Kaspappelen“ essbar sind, wird als bekannt vorausgesetzt. Neu für uns war, dass die Austriebs-Knospen der Ribisl, hier der schwarzen Johannisbeere, besondere Heilwirkung hat. Wir hören, dass die Wurzeln der echten Engelwurz und die des  Wiesen-bärenklau inzwischen als europäischen Gingseng angesehen wird. Zwischen all der
Vielfalt: Mädesüss, Beinwell, Kalmuswurzel, Wiesenkümmel, wilde Möhre, Herzgespann und Estragon, Rosmarin, Hopfen, Odermenning, Laabkraut, Johanniskraut, Ringelblume, etc. p.p., hebt die Kräuter-pädagogin zwei als sogenannte MEGA-Gewürzkräuter hervor: den Ysop (kommt bereits in der Bibel vor) ein Heil- wie auch Gewürzkraut, hilft bei Verdauungsstörungen, wie auch das „Bergbohnenkraut“, der Pfeffer der armen Leute. Staunen macht uns, dass die bei üblicher Anwendung so gesunde Petersilie nach ihrer Blüte Giftstoffe in geringer Menge aufweist (Samen!). Also nur einjährige Petersilie verwenden! Aber hier gilt die bereits seit Paracelsus bekannte und zitierte Aussage: Erst die DOSIS macht das GIFT!
Für den lehrreichen Tag bedanken wir uns bei Carmen Obexer wie auch bei Luise Pörnbacher wie auch dem Büroteam der Arbeitsstelle in Bozen, allesamt mit von der Partie, was die Gruppe absolut bereicherte.
15. 06. 2024
aloisia spitaler
darmstadt/eppan

Akkordeon Inhalt

Akkordeon Inhalt

Interessante und lehrreiche Stunden durften wir beim „Treff Heimat“ in Lana erleben. Unter der kundigen Führung von Christoph Gufler besuchten wir die Pfarrkirche von Niederlana mit dem bekannten Schnatterpeckaltar. Es ist einer der ältesten und größten Flügelaltäre von Tirol in den Jahren 1503 bis 1511 von Schnatterpeck und seinen Gehilfen geschaffen, für 1600 Rheinische Gulden, dem damaligen Wert von der Bauernhöfen, dazu 8 Fuder Wein. Eine der höchsten Summen, die je in Tirol für einen Flügelaltar bezahlt wurden. Er stellt die Geschichte aus dem Leben Jesu nach. Ein unglaublich schönes Werk.

Anschließen besuchten wir das Apfelmuseum, untergebracht im Ansitz „Larchgut“, bereits 1301 erstmals urkundlich erwähnt. Hier befindet sich auch die älteste Weinbaupresse des Landes aus dem Jahre 1570.Südtirol ist mit 18.000 Hektar das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet in Europa und Lana die größte und älteste Obstbaugemeinde des Landes. Gut gestaltete Schautafelnd zeigten die Entwicklung des Obstanbaus von einst bis heute. Geräte und Maschinen aus der damaligen Zeit, zeigten auf, wie mühsam und auch nicht ungefährlich das Ernten war.

Beim „Hasenwirt“ saß man danach noch gemütlich zusammen, bevor wir uns wieder in alle Richtungen zerstreut haben. Danke für ausgesprochen gute Führung durch Herrn Gufler und den schönen Nachmittag.
Karl Fink

Alljährlich steht das traditionelle Törggelen im Programm des Treffpunktes Heimat. Diesmal hatte Luise Pörnbacher den bekannten Buschenschank Griesserhof in Vahrn ausgesucht. In der gemütlichen Stube fand sich alsbald eine bunte Gesellschaft ein, Landsleute, die Jahrzehnte lang im Ausland gelebt hatten und sich nun vorübergehend in der alten Heimat aufhalten oder endgültig dorthin zurückgekehrt sind. Auch Helmut Angermann und Gerhard Thomann vom Gesamtverband der Südtiroler in Österreich aus Nordtirol waren gekommen. Das schlechte Wetter tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Die Wirtsleute hatten ein ausgesuchtes Törggelemenü vorbereitet. Alle Speisen hausgemacht und frisch zubereitet. Gerstsuppe, Schlutzkrapfen, Erdäpfelblattln mit Kraut, Krapfen und die traditionellen „Köschtn“. Dazu selbstgekelterte Weine. Für Sang und Klang sorgte Toni Willeit mit seiner Zieharmonika. Alsbald stimmten alle mit ein, wobei auch manches lustige Schnaderhüpfl vorgetragen wurde. Brigitte Eppacher trug mit ihrem Liedl vom Fensterstock Hiasl zur allgemeinen Erheiterung bei. Antonio Ribeiro aus Brasilien begleitete meisterhaft auf seiner Gitarre. Der Nachmittag war vielen zu kurz aber aufgrund der längeren Anfahrten musste alsbald die Heimreise angetreten werden. Man verabschiedete sich mit dem Vorsatz, die Törggele-Tradition nicht abkommen zu lassen.
Erich Achmüller

 

 

Dem Mann der Staat, der Frau das Heim .. „
Bei strahlendem Wetter trafen sich die Teilnehmer des Treff.Heimat am 14. November in Meran, wo sie eine Führung durch das dortige Frauenmuseum erwartete. Da dieses als besonderes Kleinod gilt, von Frauen gestiftet und gestaltet, waren wir neugierig und wurden mit einem Schatz von weiblichen Wissen – dokumentert seit der französichen Revolution – belohnt. In diesem Museum sind Fakten und Erfahrungen von damals bis heute dargestellt, um gegenseitiges Verständnis und Austausch zu ermöglichen, dabei spannt sich der Bogen über Sprachgruppen, Kulturkreise, Religionen, Ideologien, über diverse Altersgruppen hinweg, um Fähigkeiten oder Bedürfnisse von Frauen – aus verschiedenen Zeiten, aber auch aus verschiedenen sozialen Lebenslagen aufzuzeigen. Dem Wahlrecht für Frauen und dem Recht auf Bildung, das schwer erkämpft werden musste, gilt hier besondere Aufmerksamkeit. Auf großes Interesse stießen die illustren Vitrinen und mit Modetrends aus Empire und Biedermeierzeit, samt Korsett, Reifrock oder Crinoline, auch Produkte um das jeweilige Schönheitsideal zu realisieren, bzw. die Gerätschaften dazu, vor allem die Haarpracht und die Kosmetik betreffend, sind hier zu finden. Bei dem anschliessenden Cafe-Besuch gab es also noch hinreichend Gesprächsstoff! Zu bedanken haben wir uns bei Ingrid Pasquazzo, die in Vertretung von Luise Pörnbacher aus dem Vorstand der Arbeitsstelle, die muntere Gruppe begleitete.
15.11.2024
maria aloisia spitaler
darmstadt/eppan