Treff.Heimat

TREFF.HEIMAT
  • für ehemalige Südtiroler im Ausland, die wieder nach Südtirol gezogen sind
  • Südtiroler die zwischen der alten und neuen Heimat pendeln
  • Südtiroler in der Welt / Südtiroler Heimatferne, die sich zeitweilig (auch aus Urlaubsgründen) in Südtirol aufhalten
Das erwartet Sie …
  • Themenveranstaltungen, Ausflüge, Besichtigungen
  • Information und Rat zur Rücksiedlung
  • Erfahrungsaustausch
Wir freuen uns auf Sie!   Information und Auskünfte: Südtiroler in der Welt – Arbeitsstelle für Heimatferne Pfarrplatz 31, 39100 Bozen Tel. +39 0471 309176 Email: suedtiroler-welt@kvw.org
Für das vollständige Programm

Berichte der Veranstaltungen:

TreffHeimat Jänner 2023

Für TreffHeimat startete das Jahr 2023 mit einer spannenden Führung im Südtiroler Landtag.

Allein schon das ausgesprochen rege Interesse an der Teilnahme zeigte die gute Wahl dieses Treffpunkts. Eine Führung durch den Südtiroler Landtag gibt Einblick in die Aufgaben des Landesparlamentes und bietet die Möglichkeit, sich in einem persönlichen Gespräch mit einer oder einem Abgeordneten auszutauschen.   

Die große Teilnehmergruppe versammelte sich vor dem Landtag und wurde herzlich von der Landtagsabgeordneten Frau Magdalena Amhof begrüßt. Im Plenarsaal erzählte Magdalena Amhof über die Aufgaben und die Funktionen des Landtags, dessen Zusammensetzung, die Sitzordnung der einzelnen Abgeordneten und vieles mehr; es wurden auch viele Fragen gestellt, die bereitwillig und ausführlich beantwortet wurden.

Nach einem Film über den Südtiroler Landtag und Ausgabe von verschiedene Broschuren wurde letztlich auch für das leibliche Wohl mit schmackhaften Häppchen und erfrischenden Getränken gesorgt.

Der abschließende Höhepunkt war das Beiwohnen der außerordentlichen Sitzung der Landtagsabgeordneten, die gerade zu diesem Zeitpunkt im Plenarsaal stattfand. Die Besuchertribüne war mit Kopfhörern ausgestattet und bot einen guten Überblick. Ein krönender Abschluss dieser Veranstaltung.

Für einen spannenden und informativen Nachmittag danken wir der Landtagsabgeordneten Magdalena Amhof, aber auch Frau Petra Caldonazzi, die uns durch den Nachmittag begleitete und Frau Mara Dell’Osso, die von Anfang an für einen reibungslosen Ablauf sorgte.

> Luise J. Pörnbacher

 ZUKUNFT braucht FREIRÄUME 

 

Nach der Vollversammlung in der Münzbank in Gries lud Vorstandsmitglied Hugo Leiter die Gruppe zu einer Besichtigung des NOITECHPARK’s ein. Neugierig gemacht hatte uns bereits der Text auf der Homepage:

„Auf dem Areal der ehemaligen Alumix-Farbik in Bozen ragt nun zwischen rationalistischen Backsteinmauern ein schwarzer Monolith aus der Erde: Willkommen in Südtirols wachsendem Innovationsviertel!“. 

So begrüßte uns auch Sepp Walder, der die Idee des neuen Gründerviertels in Bozen in einem markanten Satz zusammenfasste: 

„WISSENSCHAFT macht aus GELD WISSEN, UNTERNEHMEN machen aus WISSEN GELD“.

Weit mehr als 1000 Menschen wirken inzwischen auf dem 120.000 m2 großen Campus zusammen, der 40 wissenschaftliche Labore, Werkstätten, Open Spaces, Seminarräume umfasst. Der NOI Techpark bietet Raum für Begegnung und Erfindergeist und Austausch zur Förderung neuer nachhaltiger, innovativer Ideen. Zahlreiche Unternehmen, renommierte Forschungseinrichtungen, unter anderem auch die Universität Bozen, widmen sich hier den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Im Fokus stehen die erneuerbaren Energien, die Zukunft der Lebensmittelproduktion und die Digitalisierung sowie Automatisierung von Arbeit und Gesellschaft. Hier werden gängige Muster überdacht, alte Strukturen aufgebrochen und es wird versucht, sich den Veränderungen der Zeit anzupassen und smarte Lösungen zu entwickeln. 

Ein neues Stadtviertel in Bozen ist hier entstanden, das Kultur, Austausch und Innovation nicht nur in die Region, sondern auch in die die Welt hinaus trägt. 

Wir bedanken uns bei Hugo Leiter für die Führung und diesen unglaublich beeindruckenden Besuch, diesen gewinnbringenden Einblick in die Zukunft, der uns alle zu atemlosen Staunen brachte!

 

 

Aloisa Spitaler

Treff.Heimat 13.04.23

DAS AUGE WILL SCHÖNHEIT …

 

Besuch des noch jungen Eccel-Kreuzer Museums in der Silbergasse in Bozen 

Der Name ECCEL in Bozen ist oder war ein fester Begriff für ein gut geführtes edles Stoffgeschäft unter den Lauben. Die Erbin Eva Maria Eccel und ihr Ehmann, Josef Kreuzer, Richter, Unternehmer, kinderlos, begannen etwa 1950 eine Galerie aufzubauen, aus der in der Folge eine bedeutende Kunstsammlung entstand, die sie nach umfassenden Restaurierung des Gebäudes in der Silbergasse testamentarisch dem Land Südtirol uebertrugen. 2020 wurde es, wie auch die Sammlung, die ueber 1.500 Kunstwerke umfasst, offiziell als neues Landesmuseum eröffnet und interessierten Besuchern zugänglich gemacht. Kunstschätze von mehr als 300 Kuenstlern aus Südtirol, dem Trentino und Oesterreich, geschaffen in der Zeit von 1900 bis heute, repräsentieren ueber 200 Jahre Kunstgeschichte. Und so begegnen uns bei dem Gang durch das imposante Haus unter den Lauben, zahlreiche vertraute Namen der in der Alpenregion bedeutenden Künstlern.

 

Die zahlreichen Teilnehmer vom Treffpunkt Heimat bedankten sich bei Luise Poernbacher fuer die Fuehrung durch dieses beeindruckenden Juwel unter den Landesmuseen und liessen den Nachmittag bei Kaffee bzw. einem guten Glasl Wein im nahen Gasthaus FINK ausklingen. 

 

> 14.04.23

maria aloisia spitaler

Zu Besuch beim Kaffee Experten in Völs(TreffHeimat am 11. Mai 2023)

Hier in kurzen Schritten den Weg der Kaffeebohne von der Entdeckung in Abessinien (heutiges Äthiopien) bis nach Völs am Schlern.

 

Nach einer Legende beobachtete im Jahr 1671 ein Ziegenhirte im damaligen Königreich Kaffa in Abessinien, dass seine Ziegen sich ungewöhnlich wild und übermütig verhielten, nachdem sie die roten Beeren des Kaffeestrauchs gefressen hatten. Daraufhin probierte auch er die Früchte und augenblicklich verspürte er Lust, mit seinen Ziegen zu tanzen.

Als die Mönche des nahegelegenen Klosters davon erfuhren, pflückten sie die Beeren des Strauchs und bereiteten einen Aufguss. Dieser war jedoch ungenießbar und sie warfen die Bohnen ins Feuer. Daraufhin verbreitete sich ein wunderbarer Duft von gerösteten Kaffee im ganzen Raum und schnell holten sie die Bohnen wieder aus dem Feuer und bereiteten daraus wieder einen Aufguss. Nun schmeckte das Getränk sehr aromatisch und belebend, ihre Sinne erwachten und ihre Konzentration wurde gestärkt. Die Mönche begannen nun mit dem Kaffeeanbau und das Getränk verbreitete sich in Windeseile über den ganzen Globus.

 

Caroma wurde 1995 vom Röstmeister Valentin Hofer, in Völs am Schlern gegründet.

Nach einer langen und schwierigen Aufbauphase präsentiert sich Caroma heute als exzellente Rösterei mit über 20 Angestellten und ist auch anerkanntes Schulungszentrum für Fachpersonal im Bereich Gastronomie. Italienweit ist Valentin Hofer auch der erste Röstmeister, der sich „Kaffee Experte“ (Qualified Coffee Expert) und „Chef Diplom Kaffeesommelier“ (Chief Coffee Sommelier) nennen darf. Hier zeigt sich nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern vor allem auch Liebe und Hingabe für den Anbau und Förderung der Kaffeebohne. Durch die Unterstützung von kleinen Finkas in Honduras fördert Valentin Hofer auch den ökologischen Anbau von Kaffeesträuchern durch die lokalen Bauern.

Valentin wählt nur Kaffeebohnen von höchster Qualität für seine Röstungen.

 

Als Abschluss durften wir den Unterschied von Kaffee Robusta (mit viel Koffein und Chlorogensäure und dadurch schlechter verträglich) und Kaffee Arabica (mit weniger Koffein und Chlorogensäure und dadurch gut verträglich) probieren.

Herr V. Hofer führte uns an diesem Nachmittag durch die magische Welt des Kaffees, angefangen von der Geschichte, über den Anbau, der Röstung bis hin zu den verschiedenen Kaffeesorten und Möglichkeiten der Zubereitung. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei ihm und seinem Team bedanken.

 

Luise J. Pörnbacher

Was ist SPID oder CIE? Wo und wann braucht man SPID oder CIE und was brauche ich, um SPID oder CIE zu erstellen? Experte Alfred Larentis hat uns in einer kurzen, aber sachlichen Schulung alle diese Fragen beantwortet.

SPID ist die Abkürzung für „Sistema Pubblico di Identità Digitale“ (digitale Identität). CIE (Carta d’Identità Elettronica) ist der neue Personalausweis im Kartenformat. Alfred hat darauf hingewiesen, dass in Zukunft immer öfter der digitale Zugang zu öffentlichen und staatlichen Verwaltungen notwendig sein wird.

Alle Teilnehmer:innen waren einig, dass die kurze Einführung in die digitale Welt sehr lehrreich war und den Zugang zum öffentlichen System vereinfachen kann und sicher zweckmäßig und auch notwendig sein wird.

 

Luise J. Pörnbacher

“ Arbeit gibt uns mehr als den Lebensunterhalt, sie gibt uns das Leben „.

 Zitat: Henry Ford

 

Der Treff.Punkt im September brachte uns dieses Mal ins Pustertal. Mit dem Zug gings via Franzensfeste nach Ehrenburg, wo wir bei einem Gläschen Sekt unseren diesjährigen Jubilaren (Jahrgang 1943) Glück und Gesundheit wünschten.

 

Nach einer kleinen Stärkung brachen alle 17 TN zum Besuch des Sägemuellerhofes in Gais auf. Dies ist ein Rehabilitationszentrum vom Sozialdienst der Bezirksgemeinschaft Pustertal, eingerichtet für psychisch kranke Menschen, die dort in ruhiger wohltuender Atmosphäre wohnen und arbeiten können. Sie leben einzeln oder in Wohngemeinschaften und werden in diversen Werkstätten bzw. auch in der Land- bzw. der Hauswirtschaft eingesetzt. 

 

Durch gezielte Aufgabenverteilungen und fixe Tagesabläufe lernen die Bewohner Verantwortung für sich selbst bzw. eine Gemeinschaft zu übernehmen. Die Beschäftigung psychisch kranker Menschen auf einem Bauernhof hat übrigens eine lange Tradition, zählt doch eine geregelte und kreative Arbeit in anregender Umgebung zu den wirksamsten Therapieformen.

 

Die Vorbereitung der Betreuten auf ein weitgehend eigenständiges Leben ist ein wichtiges Ziel dabei. Es wird durch eine größtmögliche Integration in die Dorfgemeinschaft und in den beruflichen Alltag erreicht. Überrascht waren wir über die beachtliche Produkt-Vielfalt: Vom Mehl oder auch dem Hausbrot aus diversen Getreidesorten, aus Dinkel und Emmer, über DEMETER-Eier, hin zu allerlei Gemüse, Kräuter- und Teemischungen, Hirsespelz- u. Kräuterkissen, auch hochwertige schafwollene Produkte, Betten und Kissen und sogar Naturmatratzen werden hier hergestellt.  

 

Produziert wird ausnahmslos nach ökologischen Gesichtspunkten, da diese als Vorbild für den verantwortlichen Umgang mit natürlichen Ressourcen gelten. 

 

Zu bedanken haben wir uns allen Voraus Luise Pörnbacher, nicht zu vergessen das Team der Arbeitsstelle für Südtiroler in der Welt in Bozen am Waltherplatz, die uns diesen erkenntnisreichen Tag beschert haben.

 
> 15.09.2023  maria aloisia spitaler

 

Treffpunkt.Heimat in Natz bei Keschtn und Krapfen

Am 11. Oktober lud Luise Pörnbacher im Rahmen des Treffpunktes Heimat zum diesjährigen Törggelen. Bei Traumwetter fanden sich an die 40 Leute im schönen Dorf Natz im Herzen des Hochplateus oberhalb von Brixen ein. Auch unsere Freunde aus Nordtirol, unter ihnen Helmuth Angermann, Gerhard Thomann und Gebi Leidinger waren gekommen. Von der Bushaltestelle bei der Kirche erreichten wir in Kürze das Hofschank-Restaurant Walderhof, wo uns ein vorzügliches Törggelemenü erwartete. Begonnen wurde mit einer Gerstensuppe, danach gab’s Sauerkraut mit Hauswurst, Geselchtes und Schweinsschopf. Die köstlichen Krapfen und die gebratenen Kastanien rundeten die Speisefolge ab. Zur guten Stimmung trug die musikalische Begleitung durch Toni Willeit mit seiner Steirischen Harmonika bei. Alsbald stimmten auch die Teilnehmer*innen in die Melodien der Heimatlieder mit ein. Die vorhandenen Gesangsbücher erleichterten es den Sänger*innen, den entsprechenden Texten bis zur letzten Strophe zu folgen. Eine besondere Einlage boten Toni Willeit und Erich Achmueller, indem sie zur allgemeinen Erheiterung das Lied „Oh welch Vergnügen…“ in sechs Sprachen vortrugen. Zum Abschluss des gemütlichen gemeinsamen Nachmittags sangen alle noch das Bozner Bergsteigerlied „Wohl ist die Welt so groß und weit“ und verabschiedeten sich mit dem Wunsche, beim nächsten Treffen wieder dabei sein.

 

„Hier auf dem Ritten ist es göttlich schön und behaglich“, schrieb Sigmund Freud im Jahr 1911, nachdem er mit seiner Familie einige Sommermonate hier verbrachte.

Am 9. November besuchte die Gruppe von Treff Heimat die Künstlerin Heidemarie Ramoser in Oberbozen. Der Weg zu ihrem Atelier führte entlang der Freud Promenade. Mit Blick auf Schlern und Rosengarten und den herbstlichen Farben der Sträucher entlang des Weges können wir Aussage von Sigmund Freud nur bestätigen.

Die Künstlerin Heidemarie Ramoser hat bereits mit 14 Jahren mit dem Malen begonnen. Später wurde sie Glasdekorateurin. Vor 17 Jahren begann sie dann mit der Ostermalerei. In ihrem hellen und freundlichen Atelier konnten wir viele ihrer Werke bestaunen, besonders auch die filigrane Handarbeit und feine Ausarbeitung auf Eiern und Weihnachtskugeln. Diese kleinen Kunstwerke sind absolute Sammelobjekte.

In gemütlicher Runde und mit einer kleinen Stärkung ließen wir diesen Nachmittag  im „Café am Gleis“ ausklingen. 

>Luise J.Pörnbacher