Das war unsere Mitgliederreise 2024

Die Jahresfahrt für unsere Mitglieder führte uns am 17. September nach Innsbruck.

Geplant waren der Besuch des Infopoints Euregio, das alte Landhaus und die neue Begegnungszone Option Südtirol.

Der Nachhaltigkeit zuliebe wählten wir die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und kamen auch ohne Verspätung und bei herrlichen Herbstwetter pünktlich nach Plan beim Büro der Euregio am Landeshauptplatz an. Dort wurden wir von Matthias Fink begrüßt. Im Anschluss informierte uns Herr Armin Gluderer über den geschichtlichen Zusammenschluss, die vielseitigen Aufgaben und den kulturellen Austausch der Regionen Südtirol – Tirol – Trentino.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der drei Nachbarländer umfasst viele Aufgaben im Bereich Tourismus, Verkehr, Infrastruktur, Klima, Umwelt, und Vieles mehr. Hierbei ist zu bemerken, dass unser Landeshauptmann Arno Kompatscher die nächsten 3 Jahre der Euregio als Präsident vorsteht.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Führung im Alten Landhaus, heute Sitz des Tiroler Landtages, errichtet im 18. Jahrhundert. Das Gebäude gilt als eines der prunkvollsten Barockbauten der Stadt. Im Sitzungssaal beeindrucken besonders die Fresken mit den Darstellungen der Reichtümer Tirols, wie auch die Wandnischen mit den holzgeschnitzten Götterstatuen von Athene, Mars, Diana und Apoll. Die Decke ziert ein Adler mit dem Wappen, auf dem die Flüsse Inn und Etsch und die Städtenamen des alten Reichs zu erkennen sind.

Das Deckenfresko, eine Arbeit von Cosmas Damian Asam, einem bedeutenden Maler und Architekt aus der Barockzeit, wird eindrucksvoll durch eine besondere Lichtinstallation umstrahlt. 

Dieser schöne Bau im Zentrum der Stadt harmoniert perfekt mit den umliegenden Gebäuden.

Das letzte Highlight unserer Mitglieder-Tagesfahrt war die Einladung von Helmuth Angermann und Gebhard Leitinger zum Besuch der Begegnungszone Option Südtirol.

Eröffnet und eingeweiht im April 2024, liegt dieses Museum sinngemäß in Innsbruck Pradl.

Hier entstanden, nachdem im Jahr 1939 ein großer Zustrom vom Südtiroler Optanten zu erwarten war, die sogenannten Südtiroler Siedlungen, die in aller Eile errichtet werden mussten, um den zahlreichen Zuwanderern aus Südtirol ein Neues Zuhause zu geben. Auch heute ist der damalige „Baustil“ dieser Siedlungen noch an manchen der umliegenden Gebäuden deutlich zu sehen.

Der GVS hat hier, anhand vieler Zeitzeugenberichten, Erinnerungsstücke und geschichtlichen Dokumenten, einen Ort errichtet, der an die Tragödie dieser Zeit und die schweren Schicksale vieler Familien erinnert.

Diese Begegnungszone soll auch eine Plattform für den kulturellen Austausch unserer Landesteile über die Grenzen hinweg sein, und dem Zweck für Diskussionen, Buchvorstellungen, Meinungsaustausch u.v.m. dienen.

Ein großer Dank geht an Helmuth und Gebhard, nicht nur für das heutige informative und auch emotionale Wiederbeleben der leidvollen Geschichte unserer Vorfahren, sondern auch für den enormen Einsatz, diese Zeit und das damit verbundene schwere Los unserer Landsleute als Erinnerungskultur weiterzugeben.

Gesättigt von den vielen Eindrücken dieses Tagen ging es gegen 17:00 wieder nach Hause.

gez. Luise Pörnbacher